Gestern waren wir mit Winton und David Beeren pflücken. Wir sind dafür extra bis kurz vor die Grenze zur USA gefahren. Dort haben wir dann zwei große Schalen mit Erdbeeren geplückt, und natürlich reichlich direkt gefuttert. Es ist hier gerade das Ende der Erdbeerenzeit, deswegen waren die superreif, supersüß und superlecker. Ich liebe ja Erdbeeren. Verbinde damit nicht nur herrlichen Geschmack, sondern auch das Pflücken in Opas Garten. Ich hätte das Feld am liebsten gar nicht wieder verlassen. Es war köstlich. Honig gab es bei einem Nachbarbauern. Und eben dort hat sich eine Konversation ereignet, die ich typisch für Kanada halte, und die ich ähnlich bereits mehrfach mit Rebekka erlebt habe.
Die Verkäuferin hat mitbekommen, dass wir eine andere Sprache sprechen und hat uns daher gefragt, ob wir von hier seien. Ich sagte, ich lebe derzeit hier aber meine Tochter sei zu Besuch. Darauf fragte sie Rebekka, woher sie denn sei, und sie antwortete „Denmark“.
Als nächstes wollte die Dame von Rebekka gleich noch mehr wissen, wie es ihr denn hier gefalle und wie lange sie hier bleibe. Das fand ich doch sehr erstaunlich und ich habe mir eine ähnliche Situation in Deutschland vorgestellt. Wenn dort jemand sagen würde, dass er gerade aus Dänemark kommt, wäre wahrscheinlich die erste Frage, ob man Deutsch spricht. Und bevor man mit der richtigen Konversation beginnt, würde der andere wahrscheinlich erst ganz langsam und deutlich reden, um dem Ausländer die Chance zu geben, einen Deutschen zu verstehen. Nicht so in Kanada. Hier geht man einfach davon aus, dass ein Kind, egal welche Sprache es gerade noch mit seinem Vater gesprochen hat, und egal wo es her kommt, natürlich auch fließend Englisch spricht.
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