Samstag, 21. April 2007

3. Tag Tour Guide Training


Heute ging es früh raus, weil wir nach Vancouver Island wollten. Ich musste noch etwas früher aufstehen, weil unser Bus vom Hotel losfuhr, indem die anderen Teilnehmer waren. Ich hingegen musste dafür erst nach Downtown fahren.

Aus irgendeinem Grund gibt es von Vancouver keine Fähre nach Vancouver Island. Man muss dafür quer durch Vancouver und Richmond fahren, bis man schließlich in einen Ort mit dem schönen Namen Tsawwassen kommt. Dort nimmt man dann ein riesen großes Fährschiff zu den Inseln vor der Küste. Das neue Schiff der Reederei ist übrigens dieses Jahr in Flensburg gebaut worden, wir sind aber noch mit einem der alten gefahren.

Gesehen haben wir viel mehr als ich hier aufzählen kann. Zwei der Höhepunkte für mich waren sicherlich das Royal Museum of British Columbia in Victoria und der Butchard Garden. Gerade das Museum fand ich faszinierend. Leider haben wir ja keine echte Tour, sondern besichtigen nur kurz, die Plätze, die man gut mit Touristen besuchen kann. Deswegen war für ganze Museum nicht einmal eine Stunde Zeit, anstelle des ganzen Tages, den ich dort gerne verbracht hätte. Unsere Führerin im Museum hat einen unglaublichen Job vollbracht, 200 Jahre Geschichte so zu präsentieren, dass es auch noch Spaß macht und einiges hängen bleibt.

Der ganze Tag, wie auch die kommenden, war sehr schön - aber kein Urlaub. Es war harte Arbeit, auch wenn man manchmal nicht den Eindruck hatte. Aber wir mussten uns nicht nur die Fakten über die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte merken, sondern auch die organisatorischen Dinge, auf was man bei der Fähre achten muss, welche Restaurants zu empfehlen sind, wieviel Zeit man für welche Etappe einplanen sollte etc. Außerdem haben wir angefangen selbst Vorträge zu halten. Ich hatte das Parlmentsgebäude. Da meine Einladung mit den Themen ja irgendwie schiefgelaufen war, hatte ich statt ein paar Wochen der Vorbereitung immer nur der Vorabend. Inhaltlich ging es aber, aber man muss natürlich auch auf viele andere Dinge achten, wie die Passagiere, ob sie einem noch zuhören und wie sie drauf sind, ob man sich für andere Hinweise unterbrechen muss, ob man das Mikro im fahrenden Bus richtig haelt, was gar nicht so einfach ist.

2 Kommentare:

Robin hat gesagt…

Das Bild unten zeigt das Fort, das die spaetere Gruendung von Victoria durch die Europaeer einleiten sollte.
Eine schoene Geschichte dazu ist, dass in dem Modell noch ein Gefaengnis zu sehen ist. Allerdings waren die Indianer der Region viel zu friedlich, so dass sie gar keine Nutzen dafuer hatten. Es wurde daher wieder abgebaut und das Holz im Bergbau verwendet.

리페 라이너 hat gesagt…

Hätten die Gründerväter mal rechtzeitig Winnetou gelesen, hätten sie sich die Arbeit gleich sparen können. ;-)