Den sechsten Tag unserer Tour haben wir ganz in den Rocky Mountains verbracht. Angefangen hat der Tag wie üblich morgens kurz vor 6:00 Uhr mit dem Aufstehen. Um 7:00 Uhr dann frühstück, allerdings diesmal im Hotel, was in Kanada eher die Ausnahme ist. Die meisten Hotels sind nicht einmal darauf eingerichten. Es ist hierzulande mit Sicherheit nicht die wichtigste Mahlzeit am Tage. Ausgesehen hat das Frühstück dafür ganz normal, so wie die in Kanada eben aussehen: Rührei oder Spiegelei, mit Bratkartoffeln, gebratenem Schicken, Würstchen, Ketchup und für die meisten Kaffee. Nach diesem Gaumenschmaus ging es dann auch wie jeden Tag um 8:00 Uhr mit unserem Bus weiter. 
Der Schnee war schön aber kalt und hoch. Wir hatten es ca. -15° C, was im Vergleich zu den früh- lingshaften +15° C aus Vancouver doch ein deutlicher Unterschied war. Ich wollte unter solchen Konditionen nicht unbedingt einen Reisebuch fahren müssen.
Unsere Reise führte uns unter anderem zum Lake Louise, der von vielen Leuten, die ich kenne, als der schönste Ort der Welt bezeichnet wird. Ich fand es auch schön, doch vielleicht trübte die dicke Schneedecke und die Wolken etwas den Genuss. Dann ging es schließlich noch mit der Seilbahn auf einen Berg mit schönem Ausblick über Banff.
Wer noch nicht mit einem solchen Gerät gefahren ist, sollte besser Schwindelfrei sein. Die Scheiben waren extra groß, um die Gegend zu bewundern und man hing nur an einem dünnen Drahtseil, mit fast nichts unter seinen Füßen. Zum Glück war es eidgenössische Qualitätsarbeit, was mich etwas beruhigte.
In Banff gibt es ein kleines hervorragendes Museum, dass sich auf das Leben der Indianer und Europäer zur Zeit der europäischen Besiedlung Kanadas spezialisiert hat. Im Vergleich zu den USA lief der Kontakt sehr viel friedlicher. Was nicht unbedingt heißt, dass diese Siedler bessere Menschen waren, wenn man sich anschaut, wie sie die chinesiche Bevölkerung unterdrückt haben. Aber zumindest die Beziehung zu den Indianern weitgehend über Handel und nicht Krieg.
Tiere haben wir einige gesehen. Leider keine Bären, die waren wohl noch etwas winterträge. Aber immerhin gab es edliche Wapiti-Hirsche, die hier leider Elks heißen. Das geht wohl auf einen Irrtum der ersten Eropäer zurück. Dafür heißen Elche hier Moose. Und Rothirsche sind Deer. Und Karibus gibt es auch noch. Und das soll man sich dann noch alles merken und unterscheiden können.

1 Kommentar:
Ich kriege uebrigens immer Hunger, wenn ich Dein Bild mit dem Fruehstueck sehe...gemein ist sowas!
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