Montag, 24. Dezember 2007

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Robin was here

Wie einige von euch wahrscheinlich schon mitbekommen haben, war ich kurz in Deutschland. Letzten Montag bin ich gelandet und am Donnerstag schon wieder geflogen. Das war nicht so geplant. Ich wusste nur, dass ich ein Flugticket bräuchte und so bin ich noch bei meiner Ankunft direkt zum Lufthansa-Schalter gegangen und habe nach Flügen gefragt. Leider sind um Weihnachten alle Flüge wahnsinnig teuer, Preise zwischen 2.000 und 4.000 Euro sind eher die Regel als die Ausnahme. So kam es, dass ich einfach darum bat mit den billigsten Flug herauszusuchen, der möglich sei. Und selbst für den habe ich fast 1.000 Euro bezahlt. Scheinbar ist Vancouver zu dieser Jahreszeit sehr beliebt, dabei liegt selbst in den Bergen noch nicht mal richtig Schnee zum Skifahren.

Naja, so kam es auf jeden Fall, dass ich mein Visum beantragen konnte und auch kurz meine Tochter gesehen habe, die gerade in Berlin war. Ansonsten habe ich aber kaum Freunde gesehen. Ich hatte mir so vorgestellt Weihnachten in Berlin zu verbringen und dann irgendwann um Neujahr herum gemütlich wieder zurückzufliegen. Aber da hatte ich die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht. Mein Visum habe ich noch nicht, von daher kann ich nicht sagen, ob ich dauerhaft hierbleiben kann. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Der Marc ist weg!

Der Marc ist weg und es regnet wieder! Wahrscheinlich glaubt mir niemand, dass es hier wirklich regnet, aber es tut es. Das Wochenende drauf war es kurzzeitig auch mal etwas kälter, so dass der Niederschlag als Schnee herunter kam, 40cm (15 inch) in den zwei Tagen. Leider habe ich keine Fotos davon, da meine Kamera kaputt gegangen ist (hat wohl Feuchtigkeit abbekommen), aber es sah sehr schön aus. Am Montag hatte es dann aber schon wieder getaut und es regnete weiter. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt.

Sonntag, 25. November 2007

Der Marc ist da!

Der Marc ist da und die Sonne scheint! Eigentlich haben wir jetzt ja Regenzeit. Meine Mitbewohner haben schon gesagt, dass ich häufiger Besuch aus Deutschland bekommen sollte, weil immer wenn Freunde von mir da sind, die Sonne scheint. Also Leute, das war jetzt der Wink mit dem Zaunpfahl...

Marc und ich haben einen Crashkurs-Vancouver hinter uns: 5 Tage alle Sehenswürdigekieten, die die Stadt zu bieten hat, von Stanley Park über Pazifik, Gastown, Chinatown, Robsonstrasse und Granville Island bis zu Sushi, Koreanisch, Indisch, Chinesisch, Nordamerikanisch, Bubble Tea und Fudge.


Marc hat auch einen entfernten Zweig seiner Familie entdeckt, die hier eine Drogerie-Kette haben. Aber was Marc wirklich fasziniert, sind die ganzen Starbucks-Läden hier und er ist ein Fan davon. An jeder Ecke scheint es einen zu geben, an manchen sogar zwei. Die Stadt Vancouver selbst (ohne drumrum) hat 84 Starbucks und gehört damit sicher zu einer der Topstädte in der Welt, was das Starbucks-Einwohner-Verhältnis angeht. Wenn Marc das nächste Mal nach Vancouver kommt, werden wir wohl mal eine Tour durch jedes einzelne davon machen.

Samstag, 27. Oktober 2007

Bericht über etwas das nicht geschehen wird

Ich komme nach Hause und mein Mitbewohner sagt mir, ein Mann wäre da gewesen, der mich hatte sprechen wollen. Ich wundere mich, denn ich kenne nicht wirklich viele Menschen in Vancouver, und die, die ich kenne, würden nicht einfach unangemeldet vorbei kommen. Mehr verwunderte mich noch die Beschreibung, dass es ein Geschäftsmann gewesen sei oder vielleicht ein Anwalt. Die Visitenkarte jedoch, die die Person hinterlassen hatte, war noch mysteriöser. „Action Service“ stand darauf, aber nicht erkennbar, ob das nun, das Motto, der Firmenname oder etwas ganz anderes ist. Immerhin war noch ein Personenname darauf, allerdings so geläufig wie in Deutschland vermutlich Hans Müller. Und nur eine Pager-Nummer, nicht mal eine echte Telefonnumer, Emailadresse, Website oder Straße. Das sah überhaupt nicht nach einer Visitenkarte aus, zumindest nicht nach einer, mit deren Inhaber ich gerne Geschäfte machen würde. Würde ich Drogen oder Waffen verkaufen, dann würde ich mir wahrscheinlich genau so eine Visitenkarte machen lassen.

Ich habe natürlich trotzdem angerufen und herausgefunden, dass jemand etwas abzugeben habe. Was jedoch, wollte mir der Überbringer lieber nicht sagen. Ich habe eingewilligt, um dann später mit Erstaunen festzustellen, dass es eine gerichtliche Vorladung als Zeuge war, ausgestellt von dem Anwalt des Mannes, der im Januar bei rot auf eine siebenspurige Straße gelaufen ist und von einem Bus angefahren wurde. Offensichtlich verklagt der Mann, oder seine Familie, das Busunternehmen, weil... tja, vermutlich, weil der Bus frecherweise dem Mann nicht ausgewichen ist.

Ich habe mich sehr gefühlt wie Marlene Dietrich in dem Film Zeugin der Anklage. Warum um alles in der Welt, will die Anklage mich vorladen? Damit ich aussage, dass der alte Mann selbst Schuld ist, und nach meiner Meinung keinen Cent vom Busfahrer oder dem Busunternehmen bekommen sollte? Oder haben die Anwälte in meinem Protokoll irgendwas gesehen, dass ich selbst übersehen hatte? Wollten sie mich aufs Glatteis führen, wie dass in diesen Hollywood-Krimis immer wieder geschieht? Oder wollten sie beweisen, dass ich kurzsichtig, betrunken und unzurechnungsfähig war?

Wie dem auch sei, die nächsten zwei Wochen habe ich meine Mittagspausen damit verbracht diese echten Gerichtsverhandlungsserien am Fernsehen zu schauen. Außerdem habe ich im Internet recherchiert, wie das kanadische Prozesswesen aussieht. Dabei habe ich so interessante Sachen herausgefunden, wie, dass man den Richter beim Obersten Gericht von BC (und da sollte der Fall verhandelt werden) mit „My Lord“ bzw. „My Lady“ anzusprechen hat. Überall sonst in Kanada hat man mittlerweile das modernere „Mr/Mrs Justice“ eingeführt. Aber BC ist doch eben noch recht british.

Einige Zeit später bekam ich dann aber noch einen Anruf und zwar vom Anwalt des Beklagten. Er wollte mich ebenfalls vorladen, für den Fall dass die Gegenseite ihre Vorladung wieder zurückziehen würde. Dieses Gespräch lief insgesamt sehr viel professioneller ab. Ich wurde angerufen, mir wurde alles erklärt und ich wurde gefragt, wann ich denn zu Hause sei, damit man mir die Vorladung überbringen könne.

Übermorgen sollte es soweit sein, der erste Gerichtstag. Doch dann kamen gestern zwei Anrufe, von den Anwälten beider Seiten. Sie hatten sich außergerichtlich geeinigt und es würde nicht zu einer Gerichtsverhandlung kommen. Alles war abgeblasen.

Schade eigentlich.


second image public domain

Dienstag, 23. Oktober 2007

Promenadenmischung

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende weiter am Blog schreiben. Das habe ich zwar nicht geschafft, aber dafür habe ich was anderes Lustiges gemacht. Sonntag haben ich mich mit meiner Rollenspielrunde getroffen und wir haben zusammen Der Herr der Ringe gesehen – und zwar alle drei Filme hintereinander in der Extended Version. Insgesamt sind das 12 Stunden. Dazu gab es reichlich Chips und Wein und Analzse wieso was wie gedreht wurde. Chenoa wohnt in einer dieser modernen Hochhäuser, mit Konferenzräumen, Swimming Pool, Fitnessraum und eben einem kleinen Kino. Über den Film selbst brauche ich wahrscheinlich nicht viel berichten. Den sollte man gesehen haben.


Das Foto ist nicht aus dem Kino sondern dem Raum, wo wir normalerweise unsere Dungeons&Dragons Rollenspielrunde haben, und wir sind auch gerade beim Spielen, auch wenn es so aussieht als würden wir Kolja (rechts) gerade interviewen. Darunter das Bild hat unser Spielleiter, Curt (oberes Bild 2. v.r), gemalt. Es zeigt Ras, den Mönch (links), Sorsha, die Bardin (hinten), Urthic, den Paladin (vorne) und schließlich mich, Teralys, die Priesterin (rechts). Zusammen sind wir die "Promenadenmischung". Die Kampagne macht richtig Spaß und Curt zeichnet von allen wichtigen nicht-Spieler-Figuren immer Bilder, was total klasse ist. Leider ziehen Dan (oberes Bild 2. v.l.) und Chenoa aus Vancouver weg, so dass sich die Runde sehr verändern wird. Wenn also jemand von euch Lust hat hierher zu ziehen und noch eine Rollenspielrunde sucht, gebt mir bescheid. :-)


(second image © Curt Steckhan)

Freitag, 12. Oktober 2007

Stadtluft

Damit nicht der Eindruck entsteht, Vancouver sei gar keine Stadt, sondern nur Wanderwege, See und Wald....

In Vancouver leben unglaublich viele Asiaten, nicht nur in Chinatown, auch in der Gegend, in der Robin lebt (Collingwood). In Chinatown habe ich einem Löwen ins Maul gefasst, denn nur wer sich traut einem Löwen ins Maul zu fassen, der wird Glück im Leben haben. Und überall riecht es nach indischen oder asiatischen Gewürzen, und es gibt eine Fülle an japanischen, thailändischen, koreanischen etc. Restaurants.

Apropos Geruch: die Müllabfuhr streikt seit 86 Tagen, was sich inzwischen deutlich bemerkbar macht. Aber morgen fahren wir nach Vancouver Island - da wird nicht gestreikt!